Gedächtnis und Gedenken
Leitung: Rolf Knippers
Ein Menschenleben würde nicht ausreichen, um die Gedanken und Gefühle zu erforschen, die bei diesem Thema anklingen; wir müssen auswählen. Sie reichen von der forschenden Psychologie bis zum persönlichen und zum kollektiven Erinnern.
Die Psychologin Brigitte Rockstroh hat Forschungen über die Verarbeitung traumatischer Erlebnisse durchgeführt und spricht über das, was im Gehirn abläuft, wenn Erinnerungen an prägende Ereignisse gespeichert werden. Menschen erinnern sich nicht nur an eigene, sondern auch an zeitgeschichtliche Epochen. Was davon ist wirklich geschehen und wann hat das Gedächtnis versagt?
Der Wissenschaftler Erhard Geissler hat seine Erinnerungen aus der DDR ausführlich in einem Buch beschrieben. In Berlingen wird er vom jenem Erleben erzählen.
Wir bauen Denkmäler und Gedenkstätten als Zeichen der Erinnerung. Am eindrucksvollsten auf alten Friedhöfen. Der Künstler Alexander Gebauer berichtet über seine persönliche Begegnungen mit dieser alten Welt des Erinnerns.
Schliesslich das kollektive Gedenken von Völkern und Staaten. Was ist Geschichte, was Mythos? Der bekannte Historiker Georg Kreis blickt auf die Geschichte der Schweiz.
Jeder der Vorträge ist eine spannende Geschichte für sich. Zusammen bieten sie einen Überblick und eine Orientierung auf dem unendlich weiten Feld des Erinnerns.
Mittwoch, 14. März, 14.20 – 17.00
Unvergesslich – Ursache und Folgen pathologischer Gedächtnisprozesse.
Prof. Brigitte Rockstroh, Universität Konstanz
Mittwoch, 21. März, 14.20 – 17.00
Vierzig Jahre DDR. Erinnerungen
Prof. Dr. Erhard Geissler, Berlin
Mittwoch, 28. März, 14.20 – 17.00
Grabzeichen. Erinnerungskultur im antiken Athen
Alexander Gebauer, Bildhauer, Konstanz
Mittwoch, 4. April, 14.20 – 17.00
Gemeinsame, variierende und gegenläufige Erinnerungsbilder zur schweizerischen Vergangenheit
Prof. Dr. Georg Kreis Universität Basel